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Live-Übertragung vom AlDi

18. Oktober 2010
Infostände auf dem AlDi

Infostände auf dem AlDi

Der Alternative Dies (AlDi) ist die studentische Ergänzung und/oder Gegenveranstaltung zum Dies Universitatis, der offiziellen Semestereröffnung der Universität Tübingen. Wir haben am 14.10.2010 zwischen 16 und 18 Uhr direkt von dort gesendet. Vielen Dank an das Infomagazin und Greenpeace Radio, dass sie uns ihre Sendezeit überlassen haben.

Hintergründe

Zuerst gab es Erklärungen und Hintergründe zu Studentenverbindungen, dem Dies Universitatis und dem AlDi, nämlich die schon gesendeten Beiträge „Kommilitonen, Reiben Sie Einen Salamander!“ und das Interview mit dem Verbindungskritiker Lucius Teidelbaum. Zu den Hintergründen gehört auch das Gespräch mit Redaktionsmitglied Tobias Kaphegyi über seinen Essay „Privatisierung von Bildung – Ursprung, Besonderheiten und Erscheinungsformen“Jürgen Eichenbrenner interviewt.[/caption]

Gruppen auf dem AlDi

Der Hauptteil der Sendung bestand natürlich aus Eindrücken vom AlDi, mit Interviews von VertreterInnen der zahlreichen Infostände, geführt von Silke Bauer, Jürgen Eichenbrenner und Miri Watson.

  • AlDi-Infostände, Teil 1: Arbeiterkind.de, Juso-Hochschulgruppe, Studieren ohne Grenzen und Greenpeace.
     
  • AlDi-Infostände, Teil 2: Weltladen, Klimapiraten, Desierto Florido und Weitblick.
     
  • AlDi-Infostände, Teil 3: Anarchistisches Netzwerk, Chaostreff, Greening the University, Marxistische Aktion, Vier-Häuser-Projekt und Courage.
     
  • AlDi-Infostände, Teil 4: Grüne HSG und Ract!-Festival.
     

Essay: Privatisierung von Bildung

16. Oktober 2010

Für den Sammelband An den Grundpfeilern unserer Zukunft sägen verfasste unser Redaktionsmitglied Tobias Kaphegyi zusammen mit Gunther Quaiser den Beitrag „Privatisierung von Bildung – Ursprung, Besonderheiten und Erscheinungsformen“.

Die Autoren betrachten Bildungsprivatisierung im Kontext mit anderen Arten der Privatisierung und suchen nach Gründen: Das Hauptmotiv kapitalistischen Wirtschaftens, die Profitmaximierung, werde durch alle ökonomischen Theorien außer dem Neoliberalismus gefährdet, weil sie der Auffassung seien, dass zur Behebung kapitalistischer Krisen Einschnitte in Profite nötig seien. Die neoliberale „Mär von der Überlegenheit des Marktes gegenüber dem öffentlichen Sektor“ muss also zur Profitsteigerung in den Köpfen verankert werden.

Man könne eine „doppelte Privatisierung“ des Bildungssystems feststellen, einerseits durch Übernahme von Bildung durch private Träger, andererseits innerhalb der bestehenden öffentlichen Bildungseinrichtungen, etwa durch die Einführung von marktförmigen Strukturen. Das so verstandene „Sprengen der staatlichen Fesseln“ führt der Unterordnung unter die Prinzipien des Marktes.

Kaphegyi und Quaiser wollen mit ihrem Essay einen Beitrag zur Erkenntnis dieser versteckten Privatisierung leisten, es geht ihnen darum, sie „ans Licht zu ziehen, zu analysieren – und zu bekämpfen.“

Im Interview, das auf dem Alternativen Dies 2010 geführt wurde, stellt Tobias Kaphegy unter anderem Bezüge zur Uni Tübingen dar, deren Semestereröffnung für ihn komplett zur Werbeveranstaltung der „Arbeitgeberseite“ geworden ist.

Interview: Privatisierung von Bildung
 

„An den Grundpfeilern unserer Zukunft sägen – Bildungsausgaben, Öffentliche Haushalte und Schuldenbremse“ wurde herausgegeben von Kai Eicker-Wolf und Ulrich Thöne, umfasst ca. 200 Seiten und kostet 22,80 EUR inklusive MwSt. und Versand. Es erscheint im November 2010.

Sendung vom 11.10.2010 – Kritik an studentischen Verbindungen

12. Oktober 2010

Intro – „Kommilitonen, Reiben Sie Einen Salamander!“
 

Hier bleibt man unter sich: Ein Corpshaus auf dem Tübinger Österberg

Corpshaus auf dem Tübinger Österberg

„Landsmannschaften“, „Sänger­schaften“, „Burschen­schaften“, „Turner­schaften“, „Corps“ und weitere Organisa­tionen lassen sich unter dem Titel „Studenten­ver­bindungen“ zusammen­fassen. In Tübingen gibt es mehr als dreißig solcher Verbin­dungen. Dabei gibt es in Tübingen nur eine „Studentinnen­verbindung“: In ca. 90% der Verbin­dungen in Deutschland werden Frauen konsequent ausge­schlossen. Es sind also größten­teils reine Männer­bünde.

In Tübingen treten die Verbin­dungen vor allem auf zwei Wegen in Erscheinung: Für Zimmer­suchende bieten sie Wohn­raum, der zum Teil mehr als 50% unter dem normalen Mietpreis liegt und dabei auch noch eine weitaus bessere Lage und (materielle) Ausstattung des Wohnhauses mitbringt. So ist ein 20m²-Zimmer für 130€ mit Garten, Stocherkahn und mehreren Gemeinschaftszimmern keine Seltenheit. Der andere Weg sind die oft mit sexistischen Flyern (nur weibliche Körper räkeln sich halbnackt auf diesen Flyern) beworbenen Verbindungspartys. Dazu sind dann auch Frauen eingeladen, die von den „Bundesbrüdern“ oft auf eine Rolle als „Armschmuck“ reduziert werden, wie uns Verbindungskritiker Lucius Teidelbaum im Interview sagte.

Es klingt schon an, dass wir den Verbindungshäusern trotz ihrer materiellen Vorzüge aufgrund der Art wie dort gelebt und gedacht wird, nicht positiv gegenüberstehen. In dieser Sendung beschäftigen wir uns mit der Kritik an studentischen Verbindungen und wollen Euch gleichzeitig einladen zum AlDi, dem Alternativen Dies Universitatis zu kommen, der sich auf einer Verbindungskritischen Grundlage gebildet hat und am Donnerstag den 14.10.2010 im Clubhaus in der Wilhelmstraße 30 stattfindet.

Themen in der Sendung

In Tübingen steht am Donnerstag den 14.10.2010 der jährlich stattfindene Alternative Dies Universitatis an, der sich explizit gegen Verbindungen ausspricht. Wir sprachen mit unserem Radaktionsmitglied Tobi Kaphegyi darüber, wie und warum dieser Alternative Dies Universitatis zustande kam und weshalb er sich vom regulären Dies Universitatis abgrenzt.

Studiogespräch AlDi
 

Im letzten Jahr hat Wüste-Welle-Redakteurin Silke sich auf den regulären Dies Universitatis begeben und Interviews mit einigen der dort vertretenen Gruppen geführt. Zwei davon wollen wir hier dokumentieren.

Interview: TOS
 

Interview: Landsmannschaft Ulmia
 

Der Verbindungskritiker Lucius Teidelbaum greift im Interview mit uns einige Punkte wie z.B. den Sexismus der Studentenverbindungen auf und formuliert anhand dieser Ansätze eine Kritik am Verbindungswesen. Teidelbaum wird auch auf dem Alternativen Dies Universitatis am Donnerstag von 16:00 bis 18:00 Uhr einen Vortrag zu diesem Thema halten.

Interview: Lucius Teidelbaum
 

Nicht in der Sendung, weil die Zeit nicht mehr gereicht hat: Hinweis auf ein Buch, das im April dieses Jahres im Unrast-Verlag erschienen ist und das sich als kritische Einführung in das Thema studentische Verbindungen versteht. Hier ein Interview, das Radio Corax mit einem der Autoren führte.

Interview zum Erscheinen des Buches ‚Studentenverbindungen in Deutschland‘
 

Wenn Ihr Euch ein bisschen näher mit der Kritik an Verbindungen auseinandersetzen wollt, könnt Ihr auch den Reader des AK Clubhausia – dem tübinger Arbeitskreis zur Kritik an studentischen Verbindungen – lesen.

Weitere Informationen

Musik in der Sendung:

Alternativer Dies

10. Oktober 2010

Der Alternative Dies im wie jeder Jahr am ersten Donnerstag im Wintersemester in der Wilhelmstraße 30. Das ist diesmal der 14. Oktober. Los gehts um 15:30 Uhr.

Hier gibt es das vollständige Programm:
http://aldi.ernst-bloch-uni.de/aldi-2010/programm

zur Website des Alternativen Dies (AlDi)

Fremdschämen: Imagefilm zum „Corporate Design“ der Uni

5. Oktober 2010

Wenn Ihr Euch ein wenig gruseln und ärgern wollt: Jetzt gibt es im Internet den sicherlich nicht ganz billigen Imagefilm der Uni zu ihrem auch nicht gerade billigen neuen „Corporate Design“, entworfen von einer Werbeagentur für Geld, das man auch z.B. in neue Bücher hätte investieren können. Bleibt nur die Hoffnung, dass die weiterhin fehlende Kohle auch den „Campus der Zukunft“ noch über lange Zeit hin verunmöglichen wird.

Jetzt also Fremdschämen: MIt dem Imagefilm der Uni-Tübingen zum neuen Corporate Design! Warum muss sich eine Hochschule heute eigentlich präsentieren wie ein Wirtschaftsunternehmen?

Moderation

Für Euch im Studio:

12.05. Julia Reuter & Florentine Fendrich
19.05. Fabian Everding & Markus Jaggo
26.05. Julia Reuter & Florentine Fendrich
02.06. Tobias Kaphegyi

Immer live Montags um 17 Uhr.
Donnerstags hört Ihr die Wiederholung um 11 Uhr.

Web 2.0

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