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Einführung in die Verbindungskritik

23. Oktober 2011

Am 13. Oktober 2011 war Jörg Kronauer auf Einladung des Alternativen Dies im Clubhaus zu Gast. Da der Verbindungskritiker aufgrund der Sperrung des großen Saals im Clubhaus seinen Vortrag im viel zu kleinen Musikzimmer halten mußte, war der Raum nach kurzer Zeit so voll, dass nicht alle Interessierten einen Sitzplatz bekommen konnten. Das Publikum war – wie immer bei solchen Veranstaltungen – äußerst gemischt. Interessierte Erstsemester waren im Raum, aber auch viele Anhänger der Verbindungsszene sowie natürlich auch Verbindungskritiker aus dem links-alternativen Milieu. Diese sehr heterogene Zusammensetzung des Publikums machte sich auch nach Kronauers Vortrag bei der anschließenden Publikums-Diskussion mit äußerst kontroversen Redebeiträgen sehr deutlich bemerkbar.

Hier gibt es den Vortrag (ohne Diskussion) zum Nachhören oder downloaden.

 

„Clubhaus – Ein Trauerspiel“

15. Oktober 2011

Unter dieser Überschrift findet sich seit Donnerstag abend ein Protestplakat vor dem großen Saal des studentischen Clubhauses in der Wilhelmstraße. Eigentlich hätte an diesem Abend das erste große Clubhausfest des Semesters stattfinden sollen und mit dem Doppeljahrgang frisch an der Uni wäre es bestimmt sehr voll geworden. Doch kurz zuvor hatte das Rektorat den Studenten einen Strich durch die Rechnung ge­macht.

„Gestern mittag um zwölf hat uns die Nachricht erreicht, dass der große Saal vom Clubhaus ab so­fort gesperrt ist. Das heißt, ab sofort können keine Clubhausfeste stattfinden.“

Der das sagt steht auf einem Getränkekühlwagen vor dem Clubhaus und spricht durch ein Mega­phon zu den Studierenden, die sich zu diesem Zeitpunkt vor dem Clubhaus versammelt haben. Es ist 1 Uhr nachts und inzwischen sind es etwa 600 Menschen. Viele darunter erst seit dieser Woche an der Uni, gerade erst nach Tübingen gezogen. Sie hätten heute zum ersten Mal einem regelmäßi­gen Event des Tübinger Studentenlebens beiwohnen wollen: dem all-donnerstäglichen Clubhaus­fest, bei dem ein oder zwei Fachschaften gemeinsam eine Party veranstalten. Ohne die Einnahmen aus dem Festen könnten viele studentische Gruppen ihre Arbeit gar nicht finanzieren.

Die Erklärung für die Misere wird dem johlenden Publikum gleich mitgeliefert:

„Der Hintergrund von dem ganzen ist ein Brandschutzgutachten, was mittlerweile sechs Jahre alt ist. Was halt aufzeigt, dass das Problem ist, dass es keinen zweiten Fluchtweg gibt.“

Dass es trotz Sperrung des großen Saals zu einer Art „Party“ gekommen ist, geht auf das spontane Engagement einiger Studierenden zurück. Sie protestieren hier im Freien gegen die ersatzlose Strei­chung eines Klassikers der Tübinger Partykultur. Trotz beengter Verhältnisse gibt es zwei „Floors“. Hinten wummert der „Drum ’n Bass“ vor den Fenstern der Cafeteria, vorne an der Straße steht ein Camping-Bus, aus dem heraus ein DJ vom Jazzkeller auflegt. Auch Getränke werden verkauft. Sie waren eigentlich für das Clubhausfest bestellt worden. Jetzt soll dem ursprünglichen Veranstalter wenigstens kein finanzieller Verlust entstehen.

Die Party ist gegenüber dem Ordnungsamt als Spontan-Demonstration angemeldet worden. Mehr­mals am Abend kommen Polizei und Ordnungsamt vorbei um sich Namen und Adressen von „Ver­antwortlichen“ aufzuschreiben. Am Schluss „einigt“ man sich darauf, dass ab 12 Uhr die Musik ab­gestellt wird. Unter dem Druck der anwesenden Ordnungshüter werden dann tatsächlich ab 12:05 Uhr die Anlagen abgebaut. Die Masse der Anwesenden bleibt aber und „demonstriert“ weiter: Zwi­schen abgeschlossenen Fahrrädern und Wilhelmstraße stehen oder sitzen Menschen, trinken Bier, unterhalten sich. Die Stimmung ist ausgelassen.

Wie es in Zukunft mit dem Clubhausfest weitergehen soll bleibt abzuwarten. Nächste Woche wäre das Brechtbau-Plenum am Zug gewesen. Am Ende dieses Abends verabschiedet der Redner die „Demo-Teilnehmer“ mit einer Dankesrede, die stark appellativen Charakter hat:

„Es war sehr cool, dass das geklappt hat, weil soviele Leute da waren… Möglicherweise sind die Leute so empört, dass sie diesen Donnerstag abend nicht aufgeben werden und auch in Zukunft ver­suchen werden zu artikulieren, dass studentische Selbstverwaltung finanziert werden muss.
[…]
Haltet Euch auf dem Laufenden was hier im Clubhaus los ist. Donnerstag abend ist Clubhaus Tag. Das ist und wird so bleiben. Auch in Zukunft und sowieso. Schönen Abend noch. Prost! Tschüß!“

Mitschnitt des Rede-Beitrags:
 

Im Rahmen der Live-Übertragung der Wüsten Welle vom Alternativen Dies im Clubhaus kam es am Donnerstag nachmittag zu diesem Spontan-Interview. Der Kanzler der Universität, Andreas Rothfuß, äußert sich zur Problematik des gesperrten großen Saals im Clubhaus:
 

Sendung vom 10.10.2011

10. Oktober 2011

live: 10.10.2011
Wdh.: 17.10.2011

Bundeswehr an Schulen
Nicht nur in Baden-Württemberg ist es zur Normalität geworden, dass Jugendoffiziere der Bundeswehr an Schulen eingeladen werden um so gezielt um Nachwuchs für die Truppe zu werben.

Jugendoffiziere der Bundeswehr vertreten natürlich eine andere Position zum Thema Friedenspolitik als beispielsweise liberale Politikwissenschaftler oder gar eine Friedensinitiative. Wenn also schon Vertreter der Bundeswehr gewissermaßen als Gast-Lehrer an Schulen den Unterricht mitgestalten dürfen, dann würde man erwarten, dass die Schulen als Kontrast-Programm auch noch andere Gruppen dort zu Wort kommen lassen. Doch das passiert höchstens in Einzelfällen auf die private Initiative einzelner Lehrer hin.

Auch in Sachsen-Anhalt ist die Bundeswehr oft an den Schulen zu Gast um ihre Sicht auf Krieg und Frieden zu bewerben. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag von Sachsen-Anhalt hat sich jetzt deswegen mit einer kleinen Anfrage an die schwarz-rote Landesregierung dort gewandt. Unsere Kollegin vom freien Radio Corax aus Halle hat mit Dr. Claudia Dahlbert telephoniert und sie gefragt: Was wollten Sie mit Ihrer kleinen Anfrage herausfinden?
 

Alternativer Dies im Clubhaus
Wenn Ihr unsere Live-Sendung am 10. Oktober hört, dann ist heute offiziell der erste Tag des Wintersemesters. Auch wenn die meisten geisteswissenschaflichen Studiengänge erst in einer Woche, so ab dem 17. Oktober richtig losgehen, gibt es doch ein regelmäßiges Event, das schon in der ersten offiziellen Uni-Woche stattfindet. Es ist der Alternative Dies, kurz: AlDi, immer am ersten Donnerstag des Wintersemesters im Clubhaus. Dort können sich die verschiedenen Gruppen an der Uni den neuen Erstsemestern vorstellen um neue Aktive zu gewinnen.
Ich war heute morgen im Clubhaus und hab mich dort mit Timo von der Fachschaften-Vollversammlung unterhalten. Timo hat sich dieses Jahr ein bißchen um die Organisation des AlDi gekümmert und konnte mir sagen, was uns am kommenden Donnerstag erwartet, also am 13. Oktober.
Seit Sonntag hängt übrigens vorne am Clubhaus ein großes Transparent um nochmal Werbung für den Alternativen Dies zu machen.
 

Methodos – Selbstbestimmt zum Abitur
Methodos ist eine Gruppe die sich aus Schülerinnen und Schülern zusammensetzt, die sich selbstständig auf die externe Abiturprüfung in Baden-Württemberg vorbereiten. Ein wirklich spannendes Interview, das die zukünftigen Abiturienten und -innen im Spannungsgfeld zwischen der Privatisierung von Bildung im Dienste der Elitenförderung zeigt und dem Anspruch, sich auch außerhalb der engen Schranken des staatlichen Systems bilden zu dürfen. Carla, Florian und Theresia waren für das Methodos-Projekt zu Gast bei miro im Morgenradio von Radio Dreyeckland, wo FDP-liberales Neusprech auf progressive Skepsis trifft.
 

Gleiche Rechte für alle: Auch Jugendliche mit Behinderung sollen eine Ausbildung machen können
Eine Ausbildung sollen alle machen können, auch Jugendliche mit einer Behinderung. Das fordern Schweizer Behindertenorganisationen mit ihrer Petition „Berufsbildung für alle“.
Die Behindertenorganisationen kritisieren darin die Sparübungen des Bundesrates. Denn seit einem Jahr wird die Berufsbildung für Jugendliche mit Behinderung Schritt für Schritt weiter eingeschränkt. Wilma Rall vom schweizer Freien Radio RaBe aus Bern berichtet.
 

(weiter…)

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12.05. Julia Reuter & Florentine Fendrich
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26.05. Julia Reuter & Florentine Fendrich
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