Suche

Seiten

Kategorien

Archiv

Links

Meta

Wehrwissenschaften an der „Exzellenzuniversität“ Tübingen

14. Januar 2013

Uni Tübingen: Neue Aula, Hörsaal 8
Dienstag, 29.01.2012 um 19:15 Uhr

In ihrer Außendarstellung sind Wissenschaft und Universitäten an einem kontinuierlichen Prozess der Annäherung an eine objektiv feststellbare Wirklichkeit interessiert,‭ ‬durch dieses Ansinnen und diesem dienende Methoden definieren sie sich.‭ ‬In der Praxis jedoch zeigt sich,‭ ‬dass sowohl die Vorstellungen der objektiven Wirklichkeit als auch die Methoden hochgradig abhängig sind von wirtschaftlichen und staatspolitischen Interessen,‭ ‬von marktwirtschaftlicher und militärstrategischer Verwertbarkeit.‭

„Marketing‏“ ‎ist zu einem wesentlichen und bestimmenden Merkmal des Wissenschaftsbetriebes und im Wettbewerb zwischen Universitäten geworden.‭ ‬Elemente des Marketings der Universität Tübingen sind ethische Richtlinien wie die sogenannte‭ „‬Zivilklausel‭“‬,‭ ‬wonach‭ „‬Lehre,‭ ‬Forschung und Studium an der Universität‭ ‬…‭ ‬friedlichen Zwecken dienen,‭ ‬das Zusammenleben der Völker bereichern und im Bewusstsein der Erhaltung dernatürlichen Lebensgrundlagen erfolgen‭“ ‬soll.‭ ‬Damit wird v.a.‭ ‬die Forschung des Exzellenzclusters‭ „‬Werner Reichardt Centrum für Integrative Neurowissenschaften‭ ‬CIN‭“ ‬legitimiert,‭ ‬das Wehrmedizin und‭ „‬Grundlagenforschung‭“ ‬betreibt,‭ ‬die auch der Verbesserung von Schnittstellen zwischen Menschen und‭ ‬Kriegs-‭‬Maschinen dient und zugleich in großem Maßstab neue genetische‭ “‬Defekte‭” ‬identifiziert.‭ ‬Eine enge Zusammenarbeit mit‭ ‬Rüstungs-‭‬Industrie und Politik sowie eine Ausrichtung auf deren Interessen ist dabei durchaus erwünscht und gilt als Qualitätsmerkmal.‭ ‬Zugleich und damit zusammenhängend zeigt sich auch in den Sozial-‭ ‬und Geisteswissenschaften eine Tendenz zur zunehmenden Instrumentalisierung der Wissenschaft zur Unterdrückung und biopolitischen Zurichtung dessen,‭ ‬was als‭ „‬Gesellschaft‭“ ‬-‭ ‬als zu erforschender und manipulierender Gegenstand‭ – ‬begriffen wird.

Eine Veranstaltung der‭ [‚‬solid‭]‬.SDS Hochschulgruppe.
www.solid-sds.de

Quelle: [’solid].SDS Hochschulgruppe Tübingen » Wehrwissenschaften an der „Exzellenzuniversität“ Tübingen

„We are all Alfie Meadows“

13. April 2012

Dem britischen Studenten Alfie Meadows drohen fünf Jahre Haft wegen seiner Teilnahme an einer Bildungsstreik-Demonstration. Die critica sprach mit Mark Bergfeld über die Hintergründe. Mark Bergfeld ist Mitglied des Vorstands der britischen Studierendengewerkschaft NUS und Aktivist in der Kampagne „Defend the Right to Protest“.

weiter: critica online:  „We are all Alfie Meadows“

Sendung vom 10.10.2011

10. Oktober 2011

live: 10.10.2011
Wdh.: 17.10.2011

Bundeswehr an Schulen
Nicht nur in Baden-Württemberg ist es zur Normalität geworden, dass Jugendoffiziere der Bundeswehr an Schulen eingeladen werden um so gezielt um Nachwuchs für die Truppe zu werben.

Jugendoffiziere der Bundeswehr vertreten natürlich eine andere Position zum Thema Friedenspolitik als beispielsweise liberale Politikwissenschaftler oder gar eine Friedensinitiative. Wenn also schon Vertreter der Bundeswehr gewissermaßen als Gast-Lehrer an Schulen den Unterricht mitgestalten dürfen, dann würde man erwarten, dass die Schulen als Kontrast-Programm auch noch andere Gruppen dort zu Wort kommen lassen. Doch das passiert höchstens in Einzelfällen auf die private Initiative einzelner Lehrer hin.

Auch in Sachsen-Anhalt ist die Bundeswehr oft an den Schulen zu Gast um ihre Sicht auf Krieg und Frieden zu bewerben. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag von Sachsen-Anhalt hat sich jetzt deswegen mit einer kleinen Anfrage an die schwarz-rote Landesregierung dort gewandt. Unsere Kollegin vom freien Radio Corax aus Halle hat mit Dr. Claudia Dahlbert telephoniert und sie gefragt: Was wollten Sie mit Ihrer kleinen Anfrage herausfinden?
 

Alternativer Dies im Clubhaus
Wenn Ihr unsere Live-Sendung am 10. Oktober hört, dann ist heute offiziell der erste Tag des Wintersemesters. Auch wenn die meisten geisteswissenschaflichen Studiengänge erst in einer Woche, so ab dem 17. Oktober richtig losgehen, gibt es doch ein regelmäßiges Event, das schon in der ersten offiziellen Uni-Woche stattfindet. Es ist der Alternative Dies, kurz: AlDi, immer am ersten Donnerstag des Wintersemesters im Clubhaus. Dort können sich die verschiedenen Gruppen an der Uni den neuen Erstsemestern vorstellen um neue Aktive zu gewinnen.
Ich war heute morgen im Clubhaus und hab mich dort mit Timo von der Fachschaften-Vollversammlung unterhalten. Timo hat sich dieses Jahr ein bißchen um die Organisation des AlDi gekümmert und konnte mir sagen, was uns am kommenden Donnerstag erwartet, also am 13. Oktober.
Seit Sonntag hängt übrigens vorne am Clubhaus ein großes Transparent um nochmal Werbung für den Alternativen Dies zu machen.
 

Methodos – Selbstbestimmt zum Abitur
Methodos ist eine Gruppe die sich aus Schülerinnen und Schülern zusammensetzt, die sich selbstständig auf die externe Abiturprüfung in Baden-Württemberg vorbereiten. Ein wirklich spannendes Interview, das die zukünftigen Abiturienten und -innen im Spannungsgfeld zwischen der Privatisierung von Bildung im Dienste der Elitenförderung zeigt und dem Anspruch, sich auch außerhalb der engen Schranken des staatlichen Systems bilden zu dürfen. Carla, Florian und Theresia waren für das Methodos-Projekt zu Gast bei miro im Morgenradio von Radio Dreyeckland, wo FDP-liberales Neusprech auf progressive Skepsis trifft.
 

Gleiche Rechte für alle: Auch Jugendliche mit Behinderung sollen eine Ausbildung machen können
Eine Ausbildung sollen alle machen können, auch Jugendliche mit einer Behinderung. Das fordern Schweizer Behindertenorganisationen mit ihrer Petition „Berufsbildung für alle“.
Die Behindertenorganisationen kritisieren darin die Sparübungen des Bundesrates. Denn seit einem Jahr wird die Berufsbildung für Jugendliche mit Behinderung Schritt für Schritt weiter eingeschränkt. Wilma Rall vom schweizer Freien Radio RaBe aus Bern berichtet.
 

(weiter…)

Sendung vom 09.05.2011

9. Mai 2011

Live: 9. Mai 2011, 17 Uhr
Wdh.: 15. Mai 2011, 14 Uhr (ausnahmsweise)

Beitrag

Neue Bildungspolitik in Baden-Württemberg
 
Zur Bildungspolitik im Koalitionsvertrag der grün-roten Mehrheit in Baden-Württemberg sprach Timo Stadler vom freien Radio Querfunk aus Karlsruhe mit Matthias Schneider, dem Pressesprecher der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Bildungsnachrichten
Bildungsnachrichten vom 9. Mai 2011 by bildungsmagazin

 

Veranstaltungen, Bildungsnachricht und Musik (weiter…)

Das Gymnasium ist Deutschlands schlechteste Schule

6. Mai 2009

Das Gymnasium ist Deutschlands schlechteste Schule

 

Jürgen Baumert, Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung ist bekannt geworden durch die Auswertung der ersten PISA-Runde von 2000 –2002. Baumert hat nun die „Elementstudie“ des Bildungsforschers Rainer Lehmann einer Re-Analyse unterzogen. Die „Elementstudie“ Lehmanns hatte 2008 einigen Wirbel verursacht, weil darin behauptet wurde die 6-jährige Grundschule in Berlin schade den SchülerInnen in ihren Lernfortschritten. Lehmann hatte vor allem behauptet das Gymnasium sei bei der Förderung guter SchülerInnen den gemeinsamen Grundschulklassen weit überlegen. Allerdings zeigten schon seine eigenen Tabellen, dass die Lernfortschritte der Fünft- und SechstklässlerInnen in Berlins Grundschulen größer waren als die in den Gymnasien. Aufgrund dieser Widersprüche rechnete das Max-Planck-Institut die Daten im Auftarg des Berliner Bildungssenators noch einmal nach.

Die Studie Baumerts erscheint demnächst in der Zeitschrift für Erziehungswissenschaften. In Berlin schicken trotz der Möglichkeit der gemeinsamen sechsjährigen Grundschule sieben Prozent der BerlinerInnen ihre Kinder direkt in Klasse fünf auf das Gymnasium. Aufgrund des Rufs des Gymnasiums und dem sozialen Hintergrund der Kinder, die nach der vierten Klasse direkt auf das Gymnasium geschickt werden entsteht eine so Baumert gegenüber der TAZ „kognitiv, leistungsmäßig, motivational und hinsichtlich häuslicher Ressourcen hoch ausgelesene Schülerschaft“. Baumert hat nun statistisch die Ergebnisse unter Berücksichtigung des sozialen Hintergrunds noch einmal beurteilt. Aber schon ohne den vielversprechenden sozialen Hintergrund ist bei einer neutralen Auswertung der Daten klar, dass die Grundschulen nicht hinter die Gymnasien zurückfallen. Im Gegenteil: Laut Baumert schaffen es die Gymnasien nicht das gute und ausgewählte Potential der SchülerInnen weiter zu fördern. Die sechsjährigen Grundschulen sind z.T. trotz schlechterer Ausgangsbedingungen bei den SchülerInnen erfolgreicher. Untersucht wurden die Fortschritte in der Lesekompetenz.

StuWe-Kritiker abgesägt

6. Mai 2009

StuWe-Kritiker abgesägt

 

Der Überbringer schlechter Nachrichten wird auch im Verwaltungsrat des Studentenwerks Tübingen-Hohenheim wie schon im alten Griechenland gerne mal eliminiert. Nach diesem Motto verfuhr die professorale Gruppe im Verwaltungsrat des Studentenwerks am vergangenen Montag. Verbündet hatte man sich mit der RCDS-Hochschulgruppe unter den Studierenden. Üblicherweise wählen die Statusgruppen, die vorgeschlagenen KandidatInnen der anderen Statusgruppe. Z.B. unterstützen bei Wahlen zur Neubesetzung des Verwaltungsrats die Professoren den Vorschlag der Studierenden und die Studierenden den Vorschlag der ProfessorInnen. Nicht so vergangenen Montag. Daniel Keip, Kandidat der Studierenden, wurde in einer Kampfabstimmung mit den Stimmen der ProfessorInnen abgewählt. Aus dem Publikum wurde eine Gegenkandidatin von der CDU-nahen Studierendengruppe RCDS vorgeschlagen und setzte sich durch.

Daniel Keip war dadurch bekannt geworden, dass er hochengagiert den Umbau des Studentenwerks zu Profitcentern kritisierte. Er hatte aufgedeckt, dass der Studentenwerksleiter Schill wirtschaftlich unnötige Gutachten in Auftrag gegeben hatte. Des Weiteren hatte er eine erfolgreiche Strafanzeige gegen Schill gestellt, weil dieser das Briefgeheimnis verletzte, in dem er Briefe, die an Mitarbeiter addressiert waren öffnete. Insgesamt wurde also derjenige aus dem Gremium entfernt, der die kriminellen Machenschaften des aktuellen StuWe-leiters aufdeckte. Kooperationspartner bei diesem Putsch gegen Ehrlichkeit und für ein zukunftsfähiges und soziales Studentenwerk war die RCDS-Hochschulgruppe.

„Wir waren schon überrascht.“.

Interview mit dem abgewählten Mitglied der Vertreterversammlung, Daniel Keip.

 

Moderation

Für Euch im Studio:

12.05. Julia Reuter & Florentine Fendrich
19.05. Fabian Everding & Markus Jaggo
26.05. Julia Reuter & Florentine Fendrich
02.06. Tobias Kaphegyi

Immer live Montags um 17 Uhr.
Donnerstags hört Ihr die Wiederholung um 11 Uhr.

Web 2.0

227 Menschen folgen uns bei Twitter, sind es bei Facebook.

Letzte Beiträge

Impressum

Redaktion Bildungsmagazin
Wüste Welle
Hechinger Str. 203 (Sudhaus)
72072 Tübingen

Mail: bildungsmagazin [at] ernst-bloch-uni.de

Telephon im Studio während der Live-Sendung: 07071-760204

Wüste Welle Livestream (im MP3-Format)


Wüste Welle Live Flashplayer:

Header-Graphik nach einem Bild von Stephan Mosel.
Wordpress-Template nach der "Sky3c"-Vorlage von Kaushal Sheth.