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Sendung vom 7. April 2014

7. April 2014

live:  7. April 2014, 17:00
Wdh.: 10. April 2014, 11:00

Interview zum geplanten Bildungsstreik 2014
Am vergangenen Wochenende war an der Uni Halle ein bundesweites Vernetzungstreffen gegen Kürzungen an den Hochschulen. Vom 4. bis zum 6. April haben sich dort Studierende aus ganz Deutschland getroffen um über eine Neuauflage des Bildungsstreiks zu sprechen.
Wir haben einen Tag nach dem Treffen mit Anne Geschonneck vom „Aktionsbündnis MLU – Perspektiven gestalten“ in Halle darüber gesprochen, welche Probleme den Studierenden derzeit unter den Nägeln brennen und mit welchen Aktionen sie in diesem Sommer auf die Politik von Bund und Ländern einwirken wollen.
Anne Geschonneck ist Referentin für äußere Hochschul- und Bildungspolitik beim Studierendenrat der Uni Halle und aktiv beim Studierendenverband „Die Linke.SDS“ in Halle.
 

Liebe bekennt Farbe! – ein Aufklärungsprojekt an Schulen in Leipzig
In Baden-Württemberg wird zurzeit darüber diskutiert, inwieweit alternative Liebes- und Lebensformen Unterrichtsthema sein dürfen. Hier protestieren immer wieder tausende Reaktionäre und sogenannte „besorgte Eltern“ gegen den staatlichen Bildungsplan 2015. Letzterer will sexuelle Vielfalt im Unterricht stärker verankern. Es wurde sogar eine Petition gestartet, um den Bildungsplan zu verhindern. Mehr als 100.000 Menschen haben diese Petition unterzeichnet.
Selbst im Jahr 2014 scheint es noch massive Vorurteile und Diskriminierung gegenüber Homosexuellen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen zu geben. Und genau das will ein Leipziger Aufklärungsprojekt mit dem Titel „Liebe bekennt Farbe!“ ändern. Seit 2008 finden im Rahmen des Projekts Workshops an Schulen zu sexueller Vielfalt statt. Unsere Kollegen von Radio Corax aus Halle haben sich mit Stefanie Krüger über das Projekt unterhalten. Sie sitzt im Vorstand des RosaLinde Vereins in Leipzig.
 

Diskriminierung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf dem deutschen Ausbildungsmarkt
Selten haben Forscher zum Thema Diskriminierung von Lehrstellenbewerbern eine derart umfangreiche Studie vorgelegt wie jetzt der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration. Sie entwarfen gemeinsam mit Berufsberatern und Bewerbungstrainern vier fiktive Bewerberprofile. Die Namen der Bewerber: Lukas Heumann, Ahmet Aydin, Tim Schultheiß und Hakan Yilmaz. Die Bewerbungen wurden dann an rund 1800 Unternehemen verschickt.
Das Ergebnis: Bewerber mit deutschen Namen wurden bevorzugt und Bewerber mit Migrationshintergund erhielten meistens eine direkte Absage. Mit dieser Studie wurde erstmals belegt, dass es auf dem deutschen Ausbildungsmarkt zu einer Diskriminierung von Jugendlichen mit Migrationhintergrund kommt.
Unsere Kollegen vom freien Radio Corax aus Halle haben mit Ruta Yemane über die Studie gesprochen. Sie ist Junior Researcher des Forschungsbereichs beim Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration und hat bei der Studie mitgewirkt.
 

Mucke:

  • Bildungsmagazin Intro: Aphex Twin – 4
  • Metronomy – Monstrous (Album: Love letters, 2013)
  • Metronomy – Reservoir (Album: Love letters, 2013)
  • Kid Loco – Confessions (Parov Stelar Remix)
  • Ben Folds feat. Regina Spektor – You Don’t Know Me
  • Ida Engberg – Disco Volante

 

 

Sendung vom 16. Dezember

16. Dezember 2013

live: 16.12.2013
Wdh.: 23.12.2013

 

Uni-Wahlen
Am dritten und vierten Dezember waren die Wahlen zum neuen Studierendenrat. Der Studierendenrat ist die politische Interessensvertretung der Studierenden an der Uni-Tübingen. Als Entscheidungsgremium der wiedereingeführten „verfassten Studierendenschaft“ löst er den AStA ab, der in seinen Befugnissen nicht zu vergleichen war mit den ASten in anderen Bundesländern.

Der letzte gewählte AStA in Tübingen war ein Übergangs-AStA, der zum normalen Turnus der Gremienwahlen im Sommer gewählt worden war und der nun nur für ein knappes halbes Jahr im Amt war. Ähnlich ist es mit dem neuen StuRa, der jetzt abweichend vom normalen Termin erst im Dezember gewählt worden ist. Auch der jetzt gewählte StuRa wird nicht für die reguläre Amtszeit von einem Jahr im Amt verbleiben, sondern schon im Oktober 2014 mit dem Beginn ders Wintersemesters vom nächsten StuRa abgelöst werden. Diese verkürzten Amtszeiten ergeben sich aus der einmaligen Übergangssituation weg vom alten AStA hin zum neuen StuRa.
Das bedeutet auch, dass es bereits im Juli 2014 die nächsten Wahlen inklusive dem nächsten Wahlkampf geben wird.
Jetzt aber erstmal zu den Wahlergebnissen dieser Wahl:

Zusammensetzung des ersten StuRa der Uni-TübingenDie stärkste Fraktion im neuen StuRa setzt sich zusammen aus der Fachschaften-Vollversammlung und der Grünen Hochschulgruppe. Letztere ist in Tübingen eigentlich keine eigenständige Hochschulgruppe, sondern die Liste der Grünen Hochschulgruppe ist deckungsgleich mit dem Arbeitskreis Umwelt der Fachschaften-Vollversammlung. Beide Gruppen besprechen sich gemeinsam Montags in der offenen Sitzung der Räte um 18 Uhr im Clubhaus. Die dort gefällten Entscheidungen werden sowohl von den Vertretern der Fachschaften-Vollversammlung als auch von den Vertretern der Grünen Hochschulgruppe per imperativem Mandat im Studierendenrat umgesetzt, d.h. die Kandidaten der beiden Gruppen sind nicht ihrem Gewissen, sondern dem Mehrheitsentscheid in der vorangegangenen Räte-Sitzung verpflichtet.
Insgesamt sitzen 21 Vertreter der verschiedenen Gruppen im Studierendenrat. 17 von ihnen sind jetzt gewählt worden, vier weitere sind studentische Senatoren, die automatisch qua Funktion im Studierendenrat vertreten sind.
Nach der Wahl bekommt die Fachschaften-Vollversammlung nun sechs Plätze im Studierendenrat, plus der zwei studentische Senatoren der Fachschaften-Vollversammmlung. Für die FSVV sitzen also insgesamt acht Vertreter in der neuen Studierendenvertretung.
Für die Grüne Hochschulgruppe wurden drei Kandidaten in den StuRa gewählt und da die GHG bereits einen studentischen Senator hat, werden also künftig insgesamt vier Leute für die Grüne Hochschulgruppe im Studierenrat sitzen.
FSVV und GHG haben somit gemeinsam 12 Sitze und damit die Mehrheit in der Studierendenvertretung.
Die linke Liste / [’solid].SDS ist bei dieser Wahl zum ersten Mal angetreten. Für die linke Liste sind zwei Kandidaten ins Amt gewählt worden. Die linke Liste ist nicht an das imperative Mandat der Räte gebunden, wird aber vorraussichtlich in den meisten Entscheidungen die selbe Position vertreten wie die Räte.

Auch die Juso-Hochschulgruppe, die zur SPD gehört, wird im Studierendenrat zwei Kandidaten haben. Die Jusos hatten sich vor einem viertel Jahr gemeinsam mit dem RCDS und der liberalen Hochschulgruppe für das Modell des Studierendenparlaments engagiert. In diesem Bündnis hatten sich die drei Gruppen als „Demokraten“ bezeichnet, in Abgrenzung zu den Räten, deren Entwurf eines Studierendenrats sich letztlich durchsetzen konnte.
Auch die liberale Hochschulgruppe von der FDP ist mit zwei Kandidaten in den StuRa eingezogen, der CDU-nahe RCDS hat sogar drei Kandidaten. Zwei davon wurden jetzt gewählt, einer war bereits studentischer Senator und wird dem Gremium daher automatisch angehören.

Wenn man die Gruppen in die Befürworter des StuRa-Modells und des StuPa-Modells aufteilen möchte, dann sind die StuRa-Befürworter von FSVV, GHG und SDS mit insgesamt 14 Kandidaten in der Mehrheit, während die StuPa-Anhänger von RCDS, lieberaler Hochschulgruppe und Juso-Hochschulgruppe auf insgesamt 7 Kandidaten kommen.

Es bleibt nun zu hoffen, dass die Gruppen nicht nur innerhalb dieser „Blöcke“ zusammenarbeiten, sonst müsste sich das Lager der selbsternannten „Demokraten“ und StuPa-Befürworter auf Fundamental-Opposition schalten.

Mucke:

  • Textor – Sie kriegen uns nie
  • Johnny Mutante – Tauchgang (Tiefsee, 2013)
  • Bloodgroup – Fall
  • Chumbawamba – Waiting For Margaret To Go (Thatcher EP, 2013)
  • Telekinesis – Lean on me (Lean on me, 2013)
  • Los banditos – Tetris In Nizhnij Novgorod
  • Los Banditos – Personal Jesus

Interview zur Abschaffung der verfassten Studierendenschaft Ende der 70er

17. November 2013

Sendung vom 18.11.2013
Im Studio: Fabian

Telephon-Interview mit dem langjährigen Tübinger Studierendenaktivisten Rainer Dörr
Im Gespräch geht es um das Studi-Leben in den 80ern, die Abschaffung der verfassten Studierendenschaft und das politische Leben in der Stadt und an der Uni danach.

Wir haben das Interview im März 2010 geführt und wiederholen das Gespräch wegen der Einführung der verfassten Studierendenschaft und den Wahlen zum Studierendenrat am 3. Dezember 2013.
Der Rückblick auf die Abschaffung der VS Ende der 70er Jahre kann vielleicht dabei helfen die Bedeutung der Wiedereinführung der VS jetzt im Jahr 2013 besser zu verstehen.

Teil 1:
 

Teil 2:
 

Teil 3:
 

Teil 4:
 

Geschlechterverhältnisse und studentische Verbindungen

21. Oktober 2013

Geschlechterverhältnisse und studentische Verbindungen

 
Dr. Alexandra Kurth sprach auf dem Alternativen Dies Universitatis (AlDi) am 17.10.2013 über Geschlechterverhältnisse und studentische Verbindungen.

Studentenverbindungen sind — traditionell ausschließlich und noch heute in der übergroßen Mehrheit — Männerbünde. Inzwischen haben sich einzelne Korporationen für Frauen geöffnet und einige wenige Damenverbindungen wurden gegründet. Dennoch wird der Anteil weiblicher Mitglieder von studentischen Verbindungen auf ungefähr 1 bis 5 Prozent geschätzt.
Studentenverbindungen stellen somit eine der letzten Bastionen männerbündischer gesellschaftlicher Institutionen dar. Sie sind Orte der männlichen Elitebildung und tragen so dazu bei, die gesellschaftliche Männerdominanz und realen gesellschaftlichen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern aufrecht zu erhalten.
Gleichzeitig reproduzieren sie essentialistische Vorstellungen von Zweigeschlechtlichkeit und der ihr innewohnenden Hierarchie zwischen Mann und Frau.
Sexismus — d.h. (benachteiligende) Ungleichbehandlung von Menschen aufgrund des wahrgenommenen Geschlechts — ist selbstredend kein alleiniges Merkmal von Korporationen, vielmehr ist die gesamte Gesellschaft von vielfältigen Unterdrückungsverhältnissen durchwoben (u.a. Klassismus, Rassismus, Sexismus). Allerdings werden aktuelle sowie historische Strukturen und Begründungsmuster für sexistische und homophobe Ausschlüsse in Studentenverbindungen besonders deutlich. Wie in einem Brennglas werden tief verwurzelte gesellschaftliche Probleme hier in gebündelter, gleichwohl verzerrter Form vergrößert sichtbar, sodass ihre Analyse auch den Blick außerhalb des korporatistischen Mikrokosmos zu schärfen vermag.

Sendung vom 12.08.2013

12. August 2013

Auch das Bildungsmagazin geht in die Sommerpause, daher heute mehr Musik und weniger Beiträge!

Wenn Ihr das ändern wollt, kommt und verstärkt unsere Redaktion. Eine kurze Mail an bildungsmagazin at ernst-bloch-uni.de reicht und wir kommen ins Gespräch.

Immer mehr Wohnungslose in Deutschland

In Städten wie Hamburg, Jena oder München verzweifelt manch einer bei der Wohnungssuche. In vielen Universitätsstädten müssen Studierende in Turnhallen oder auf dem Zeltlatz übernachten, bevor die meisten von ihnen dann doch noch eine Wohnung oder ein WG-Zimmer finden. Eine Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. warnt jedoch vor einem dramatischen Anstieg der Wohnungslosen in Deutschland.
Im Jahr 2012 hatten 284.000 Menschen keine eigene Wohnung. Die Gründe dafür sind vielfältig: Schuld ist unter anderem der Abbau von Sozialwohnungen in Deutschland. Nur ein Bruchteil der Menschen, die Anspruch auf eine Sozialwohnung hätten, bekommen auch eine.
Unsere Kollegen vom freien Radio Corax aus Halle sprachen mit Werena Rosenke von der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. unter anderem darüber, wie die Organisation auf diese Zahlen gekommen ist.
 

Musik: (weiter…)

Sendung vom 15. Juli 2013

15. Juli 2013

live: 15.07.2013
Wdh.: 22.07.2013
im Studio: Fabian

„Nichtwähler in Deutschland“ – eine Studie der Friedrich Ebert-Stiftung
Im September ist Bundestagswahl und der Wahlkampf ist ist eröffnet. Dabei werben die Parteien nicht nur um die Stimmen der Stamm- und WechselwählerInnen, sondern es geht ihnen auch um die Stimmen, die immer seltener abgegeben werden – um die der NichtwählerInnen.
Seit Jahren nimmt die Wahlbeteiligung in Deutschland ab. Und das auf allen Ebenen. Es gibt verschiedene Theorien warum Menschen nicht zur Wahl gehen: entweder weil sie mit der Politik zufrieden sind oder weil sie es nicht sind, aus Protest also. Immer wieder hört man auch das Stichwort Politikverdrossenheit aus der heraus Menschen auf Grund von Resignation und Desinteresse nicht zur Wahl gehen. Die Frage, wie man die Menschen zur Wahl motivieren kann wird immer wichtiger. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Legitimität der Demokratie in Gefahr ist, wenn sie doch von immer weniger Menschen mitgetragen wird. Die Parteien reagieren darauf mit verschiedenen Lösungsansätzen – die SPD zum Beispiel mit persönlichen Hausbesuchen. Eine aktuelle Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert Stiftung hat sich mit den Hintergründen des Nichtwählens beschäftigt. Dr. Dietmar Molthagen ist Mitherausgeber der Studie. Unsere Kollegen vom freien Radio Corax aus Halle haben mit ihm über die Gründe und Auswirkungen des Nichtwählens gesprochen. Zu Beginn des Interviews stand die Frage mit welcher Fragestellung und wie die Daten der Studie erhoben wurden.
 

Die fiktive Bürgerinitiave „Endlager Suhl“
Atommüll endlagern? Vor unserer Haustür? Und damit auch noch Arbeitsplätze schaffen? Na aber gerne doch!
Eine Kampagne der Bürgerinitiative „Endlager Suhl“, angeführt von einem gewissen Michael Schludaj, hat in den letzten Tagen für einige Aufregung gesorgt. Im Internet häuften sich bitterböse Kommentare und der Bürgermeister der Stadt Suhl ist so sauer, dass er rechtliche Schritte gegen die Urheber der Kampagne prüfen lässt. Doch einen Micheal Schludaj gibt es nicht. Ebensowenig wie eine Bürgerinitiative „Endlager Suhl“. Hinter der ganzen Aktion steckt nichts weiter als ein raffiniert angelegtes Projekt im Rahmen einer Bachelorarbeit. Und dahinter wiederum steckt Christoph Hubrich, ein Student im Fach „Visuelle Kommunikation“ an der Bauhaus Universität Weimar.
Unsere Kollegen vom Radio F.R.E.I. haben mit ihm über seine in vielerlei Hinsicht ungewöhnliche Aktion gesprochen.
 

Rechte Freakshow
Für seine Fans ist er das kürzeste Volksfest Deutschlands. Für seine Gegner ist er schlicht ein Burschenschaftsfest. Nachdem er letztes Jahr von der Stadt nicht genehmigt wurde, ist er dieses Jahr dank der Verwaltungsgerichte in Gießen und Kassel zurück: Der immer am ersten Julisonntag von 11 bis 14 Uhr die kleine Uni-Stadt Marburg heimsuchende Marktfrühschoppen. Mit dem „Event“ ist auch der Protest dagegen zurück.
Unsere Kollegen vom freien Radio Unerhört Marburg haben im Vorfeld des „Events“ mit Eva Gottschaldt gesprochen. Sie ist Mitglied des Antifschistischen Ratschlags und der VVN-BdA in Marburg. Beide Organisationen beteiligen sich am Marburger Bündnis gegen rechts, das die Kundgebung gegen den Marktfrühschoppen organisiert hat.
 

Mucke: (weiter…)

Sendung vom 1. Juli 2013

1. Juli 2013

live: 01.07.2013
Wdh.: 08.07.2013
im Studio: Fabian

Gespräch mit Sonja Völker von der Fachschaften-Vollversammlung und der Grünen Hochschulgruppe (GHG) über die Uni-Wahlen im Sommer 2013
 
(Download als MP3)

Mucke:

  • Tapete – Master of Hartz (2012)
  • Shapeshifter – The Touch (Netsky Remix)
  • Saalschutz – Und alle so yeah (Nichtsnutz, 2013)
  • Saalschutz – Alles geht in Flammen auf (Nichtsnutz, 2013)
  • Seksu Roba – Intersexual Overdrive
  • Ricchi E Poveri – Sarà perché ti amo

Gespräch über die neue Studierendenvertretung

21. Juni 2013

Wer sich für die Hintergründe der nun kommenden neuen verfassten Studierendenschaft in Tübingen interessiert, der kann sich hier nochmal unser Studiogespräch mit Timo Versemann von der Fachschaften-Vollversammlung anhören. Tobias Kaphegyi sprach am 3. Juni eine Stunde mit Timo über die verschiedenen Modelle, die nun zur Abstimmung stehen, wobei auch die verschiedenen Kontroversen unter den Studierenden und mit der Uni-Leitung zur Sprache kamen.

Download des kompletten Mitschnitts (ohne Musik)

 

Sendung am 17.06.2013

17. Juni 2013

live: 17.06.2013
Wdh.: 24.06.2013

Der Zensus und der Schwanengesang vom aussterbenden Volk (Nachdenkseiten)
Die Ergebnisse des Zensus 2011, der ersten Volkszählung im wiedervereinigten Deutschland, wurden inzwischen veröffentlicht. Zur Interpretation der Zahlen hier ein  Kommentar von Jens Berger von der kritischen Website Nachdenkseiten.de.  Gesprochen wurde der Kommentar von unserer Kollegin Claudia B. vom freien Radio LORA aus München.
 

Kein Verfassungschutz an Hochschulen: Protest gegen Team Mexx an der PH Heidelberg
An der Pädagogischen Hochschule Heidelberg soll am 21. Juni eine Schulung des Projekt TeamMexx, stattfinden. Hinter TeamMexx, steht eine Kooperation zwischen der Landeszentrale für politische Bildung und dem Landesamt für Verfassungsschutz. Ziel des Projekts, so ist auf der Homepage zu lesen, sei unter anderm die Sensibilisierung für die Gefahren, die von extremistischen Parolen und den Propagandainstrumenten der Szenen ausgehen.
Gegen die Veranstaltung von Team Mex an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg regt sich Protest. Die Unabhängige Studierendenvertretung UStA der PH hat sich in einem offenen Brief an die Rektorin, den Fachbereichsleiter und an die einladende Dozentin gewand und diese aufgefordert die Veranstaltung abzusagen.
Über die Kritik an der Veranstaltung von Team Mexx sprachen unsere Kollegen vom freien Radio Dreyeckland aus Freiburg mit Timo, aktiv im UStA der PH Heidelberg.
 

Spanische Studierende müssen höhere Studiengebühren zahlen, weil der spanische Staat Geld sparen muss
Ein Beitrag unserer Kollegen vom freien Radio Dreyeckland aus Freiburg.
 

 

Termin in Tübingen: Infoveranstaltung zur Abstimmung über die neue Satzung der Studierendenvertretung in Tübingen
In wenigen Wochen können die Studierenden an der Uni Tübingen darüber abstimmen, wie die politische Interessensvertretung der Studierenden in Zukunft an der Uni Tübingen organisiert sein soll.
Soll es künftig einen Studierendenrat geben, wie er von den Fachschaften, der grünen und der linken Hochschulgruppe favorisiert wird, oder soll es ein Studierendenparlament geben, wie es sich die parteinahen Hochschulgruppen von SPD, CDU und FDP vorstellen?
Um einen Überblick über die Vor- und Nachteile der beiden Modelle zu geben, lädt die Fachschaft Pädagogik zu einer Info-Veranstaltung, auf der beide zur Abstimmung stehenden Satzungsvorschläge vorgestellt werden.
Am Dienstag, dem 18. Juni werden um 14 Uhr beide Modelle im Hörsaal 21 im Kupferbau vorgestellt.

Mucke: (weiter…)

Sendung vom 20. Mai 2013

20. Mai 2013

live: 20.05.2013
Wdh.: 27.05.2013

Unstatistik über „Armutsmigration“ aus Osteuropa
Anfang diesen Jahres hat eine Meldung des deutschen Städtetages für Aufsehen gesorgt. Die Kommunen in Deutschland seien mit der wachsenden „Armutszuwanderung“ aus Rumänien und Bulgarien allein gelassen, hieß es da.
Den Beleg für die steigende „Armutszuwanderung“ aus Osteuropa sah der Deutsche Städtetag in den Zahlen des Statistischen Bundesamtes, das den Zuzug aus Bulgarien und Rumänien erfasst hatte. Bundesinnenminister Friedrich reagierte auf diese steigenden Zahlen mit der Forderung nach einem härteren Vorgehen gegen die „Armutsmigration“ aus Rumänien und Bulgarien.
Die Ausnutzung der deutschen Sozialsysteme durch zuziehende Menschen aus Osteuropa müsse, so Friedrlich, verhindert werden, notfalls eben mit gezielten Einreisesperren.
Damit diente die Statistik der Diskussion und Legitimation um eine Verschärfung der Einreisebedingungen nach Deutschland. Doch kurz nach der Veröffentlichung der Statistik wurde bekannt: Die Belegzahlen, die der Deutsche Städtetag für diese Behauptung benutzt hatte, waren so nicht korrekt bzw. nicht richtig interpretiert worden.
Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung hat die Statistik ebenfalls interpretiert und kam zu einem ganz anderen Ergebnis, was die „Armutsmigration“ aus Osteuropa betrifft. Die falsche Verwendung der Zahlen wurde daraufhin zur „Unstatistik“ für den Monat Februar ernannt.
Unsere Kollegen vom freien Radio Corax aus Halle haben mit Prof. Dr. Thomas Bauer vom Institut für Wirtschaftsforschung über diese „Unstatistik“ gesprochen und ihn gefragt, wer eigentlich ein Interesse daran hat die sogenannte „Armutsmigration“ aus Osteuropa so falsch auszulegen.
 

IG Metall will Revolution – in der Bildung!
Aufruhr! Widerstand! Nein, „Revolution“ ist die Vokabel, die den Bildungsexperten der IG Metall bei der Erarbeitung ihres neuen Bildungsmanifestes einfiel, mit dem sie die festgefahrene Bildungsdiskussion in Deutschland aufmischen und neu beleben wollen. Unter revolutionbildung.de findet man ihre Resolution, die noch Unterstützer sucht.
Revolution…!?! – Unsere Kollegen vom freien Radio LORA aus Muenchen hatten erst Resolution gelesen, aber Revolution? Die Kollegen haben den IG Metall-Jugendsekretär Eric Leiderer angerufen.
„Revolution“ ist keine Vokabel, die Ihnen in der jüngeren Vergangenheit beim Stichwort Gewerkschaften in den Sinn gekommen waere.
Wärs nicht ne Hausnummer kleiner gegangen?
 

Proteste in Halle gegen die geplanten Kürzungen in Sachsen-Anhalt
In Halle demonstrierten am vergangenen Dienstag über 7.000 Studenten und Beschäftigte der Hochschulen gegen die Sparpläne der Landesregierung von Sachsen-Anhalt. Insbesondere den Uni-Medizinern in Halle droht das Aus, denn Sachsen-Anhalt will Millionen Euro für aus dem Bildungsetat streichen.
Unsere Kollegen vom freien Radio CORAX aus Halle sprachen mit Nadine Schäfer vom Organisationsbündnis „Halle bleibt“. Sie wollten wissen, was denn am Dienstag los war.
 

Musik: (weiter…)

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