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LehrerInnenstreik in Frankreich

31. August 2010

In Frankreich dauern die Sommerferien etwa zwei Monate lang und enden im ganzen Land am selben Tag. Das Ende der Ferien heißt »Rentrée« und ist ein besonderes Ereignis, an dem für die Mehrheit der Franzosen der übliche Tagesablauf wieder beginnt. Diesmal nicht, meint die Gewerkschaft Snes-FSU, die die Lehrer an Schulen der Sekundarstufe vertritt. Zum ersten Mal in der Geschichte der fünften Republik wird am Tag der Rentrée gestreikt.

Gestreikt wird einerseits wegen der Reformen der Sarkozy-Regierung in den vergangenen drei Jahren, während der das Bildungssystem finanziell ausgeblutet und destabilisiert wurde. Andererseits streiken die Lehrkräfte wegen der noch geplanten Reformen, zum Beispiel sollen 16.000 Stellen abgeschafft und die Lehrerausbildung weiter verschlechtert werden. Doch das ist noch nicht alles, denn die Gewerkschaft sieht in den zahllosen Reformen und Reförmchen, die teils erst geplant und teils auch schon durchgeführt wurden, nichts weniger als eine tiefgreifende Veränderung des gesamten Schulsystems. Deswegen sollen die Streiks am symbolhaften Tag der Rentrée stattfinden, dieses Jahr also am sechsten September.

LehrerInnenstreik in Frankreich
 

Sendung am 30.08.2010

31. August 2010

Beiträge:

Musik:

High Contrast – Day Go By

Matrix & Futurebound – Skyscraper

In Context – Just Believe

Neue Studie über die fehlenden Akademikerkinder

31. August 2010

Rund drei Viertel der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland sind kinderlos. Warum das so ist, versucht eine Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung herauszufinden – und kommt zu wenig überraschenden Ergebnissen: Die zu geringe Planungssicherheit, die zu geringe finanzielle Sicherheit und die fehlende berufliche Etablierung sind mit Abstand die wichtigsten Gründe für Männer und Frauen in der Wissenschaft, keine Kinder zu bekommen. Für die Studie befragt wurden 8680 WissenschaftlerInnen, davon war mehr als die Hälfte über 35 Jahre alt.

In seiner Pressemeldung betont das Ministerium, dass (Zitat) »die Hochschulautonomie Motor sein [kann], um bestehende Barrieren abzubauen.« In der Broschüre zu den Ergebnissen der Studie zeigt sich jedoch ein differenzierteres Bild: Trotz der Bundesmittel, die etwa für den Bau neuer Betreuungseinrichtungen zu Verfügung stünden, müssten die Folgekosten für den Betrieb von den Hochschulen getragen werden. Und ein hochwertiges Angebot, das auch den Bedürfnissen der Eltern Rechnung trägt, ist personalintensiv und damit teuer. Der geforderte Mentalitätswechsel an den Hochschulen ist sicher wichtig, aber eben nur die halbe Miete, wenn Hochschulautonomie nicht mehr als die Freiheit ist, sich sein Geld selbst suchen zu dürfen.

Die Studie des BMBF und der CEWS kann kostenlos angefordert werden oder als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Neue Studie über die fehlenden Akademikerkinder
 

Interview zu Verbindungskritik

31. August 2010
Die neue Extrovertiertheit der Tübinger Verbindungsszene? Aufkleber mit einem Scherenschnitt Stauffenbergs, darunter das Datum

Aufkleber aus dem Korporierten-Umfeld

Der Verbindungs-Kritiker Lucius Teidelbaum erläutert grundsätzliche Strukturen und Charakteristika des Verbindungswesens und geht am Rande auch auf aktuelle Entwicklungen speziell in Tübingen ein. Wir bieten das Interview in der etwa halbstündigen, ungekürzten Version an und in einem dreizehnminütigen Zusammenschnitt.

 

Das gekürzte Interview mit Burschenschaftskritiker L. Teidelbaum (ca. 13 min)
 

Das vollständige Interview mit Burschenschaftskritiker L. Teidelbaum (ca. 30 min)
 

Der kastrierte AStA

21. August 2010

oder wie der Studierendenvertretung die Zähne gezogen wurden

Um „den Sympathisantensumpf des Terrorismus aus[zu]trocknen“ hat Baden-Württemberg die verfasste Studierendenschaft 1977 abgeschafft. Damit ist der AStA als Interessensvertretung aller Studierenden an der Uni quasi machtlos geworden. Trotz langjähriger Proteste hat sich daran bis heute nichts geändert.

(weiter…)

Sendung am 16.08.2010

17. August 2010

mit folgenden Themen:

Interview mit Japser Prigge von der Linksjugend [’solid] zur geplanten Einführung von „Bildungsgutscheinen durch die Bundesregierung

Wie geht der Bildungsstreik weiter? Interview mit Manuel aus Freiburg

Studiogespräch zur Hamburger Schulreform

Musik in der Sendung:

1. La Résistance – Kein Platz in der Stadt

2. Sexion d’Assaut – La Douille

3. Disiz La Peste – C’est toujours ca la France

4. Keny Arkana – Outro [de la Esquisse]

5. Faf Larage – Assaut Lyrical

Interview zu Bildungsgutscheinen

17. August 2010

Interview mit Jasper Prigge von der Linksjugend [’solid] zur geplanten Einführung von „Bildungsgutscheinen“
 

Jasper Prigge ist Bundessprecher der Linksjugend [’solid], dem parteinahen Jugendverband der Linken. Im Interview hat er uns erzählt, weshalb sein Verband die „Bildungsgutscheine“ ablehnt, die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) einführen möchte.

Pressemeldung von [’solid] dazu: „Bildungsgutscheine sind eine Zumutung

siehe auch: SWR2 Forum – Der Bildungs-Chip
Diskussion auf SWR2 am Mittwoch, 18.08.2010, von 17.05 bis 17.50 Uhr

Wie geht der Bildungsstreik weiter?

17. August 2010

Wie geht es weiter mit dem Bildungsstreik? Manuel vom vom Bündnis in Freiburg erläutert die Situation des Bildungsstreiks bundesweit und gibt am Beispiel seiner lokalen Gruppe Einblick in den Stand von lokalen Planungen. Nachdem sich 2009 im Sommer 270.000 Menschen an den Protesten beteiligten, blieben die Teilnehmer_innenzahlen dieses Jahr mit ca. 70.000 vergleichsweise niedrig. Die Bildungsstreikenden vermuten, dass eine weitere Großdemonstration die momentane Situation kaum ändern wird. Der Protest weitet sich aber aus. Auf internationaler Ebene koordiniert das International Students Movement die „Global Wave Of Action“ die in den Monaten Oktober und November stattfindet und an der sich der Bildungsstreik mit dezentralen Aktionen in den lokalen Bündnissen beteiligt. Auch an den Krisenprotesten („Wir zahlen nicht für Eure Krise“) werden sich einzelne Bündnisse beteiligen.

 

Studiogespräch zur Hamburger Schulreform

17. August 2010

In Hamburg wollte der schwarz-grüne Senat eine Schulreform durchsetzen, die unter anderem vorsah die Grundschüler_innen statt wie bisher vier Jahre, sechs Jahre zusammen lernen zu lassen bevor sie auf weiterführende Schulen verteilt werden. Das wurde von der Bürgerinitiative „Wir wollen lernen“ und ihren Unterstützer_innen bei einem Volksentscheid im Juli 2010 verhindert. Im Studiogespräch stellen wir unter anderem folgende Fragen:
Wer untersützte die Initiative und mit welchem Motiv? Warum beteiligten sich die Menschen, die von der Reform profitieren sollten nicht an der Abstimmung? Welche Wirkung hat die Verhinderung der Reform auf bundesweiter Ebene in Bezug auf ähnlich geartete Bestebungen wie die Schulreform?
 
Studiogespräch zum Download bei freie-radios.net
Im Gespräch referiere ich im Wesentlichen die Befunde des Darmstädter Soziologen Michael Hartmann, der vor der Abstimmung auf FSK 93,0 Hamburg ein Interview gab: Bildung nur für Eliten? Hamburger Volksentscheid mit Signalwirkung

Moderation

Für Euch im Studio:

12.05. Julia Reuter & Florentine Fendrich
19.05. Fabian Everding & Markus Jaggo
26.05. Julia Reuter & Florentine Fendrich
02.06. Tobias Kaphegyi

Immer live Montags um 17 Uhr.
Donnerstags hört Ihr die Wiederholung um 11 Uhr.

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